Aktuell
Glasflaschen, PETs, kommunale Themen und individuelle Anfertigungen
Bild: Rosi Geyer-Fäßler, Mathias Bernhard, Markus Bieg (CTO), Norbert Lins, Jochen Früh (CEO)
und Paul Müller im Gespräch. © Bettina Scriba.
Der sechste Tag meiner Sommertour im Jahr 2026 führte mich in den CDU Kreisverband Ravensburg.
Mit Dieter Krattenmacher, Bürgermeister von Kißlegg, besuchte ich am Vormittag die Krumbach Mineralquellen GmbH. Krumbach gehört zur Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und produziert jedes Jahr rund 120 Millionen Flaschen eigener Markengetränke. PET-Flaschen enthalten in Deutschland im Schnitt 51,2 Prozent Rezyklat. Krumbach-PETs bestehen schon heute aus 85 Prozent Rezyklat. 70 LKW starten jeden Tag in Kißlegg und liefern das Getränkesortiment aus. Ökologische Verantwortung, Nachwuchsförderung als Ausbildungsbetrieb und der Fokus auf die Region incl. Sponsoring von Schulen, Sportvereinen und gemeinnützigen Aktivitäten sind für Krumbach selbstverständlich.
Auf unserem Rundgang konnten wir die moderne, vollautomatisierte Abfüllanlage und auch die „Waschstraße“, in der die Glasflaschen nach ihrer Rückgabe geprüft und gereinigt werden, besichtigen. Hätten Sie es gewusst? Eine Glasflasche kann bis zu 50 mal neu befüllt werden, bevor sie schließlich als Altglas recycelt wird. Im Gespräch mit Inhaber und Geschäftsführer Andreas Gaupp, Betriebsleiter Alexander Diehm, Jürgen Reichle (Geschäftsführer) und Nicole Müller (Leiterin Technik und Nachhaltigkeit) des Verbands Deutscher Mineralbrunnen e.V. kamen viele Themen zur Sprache. Von den rund 150 deutschen Mineralbrunnenbetrieben sind die meisten Inhabergeführt. So auch Krumbach. Planbarkeit und Verlässlichkeit sind das Allerwichtigste für die Betriebe. Nicht der Verbraucher, sondern politische Entscheidungen haben die größte Auswirkung auf die Branche. Kritik wurde an den fehlenden Entlastungen für die Unternehmen, sei es nun über einen Industriestrompreis oder Bürokratieabbau, und unklare Gesetzesformulierungen geübt. Die Zuckersteuer auf zuckerhaltige Getränke ab dem Jahr 2028 wird voraussichtlich zu Wettbewerbsnachteilen führen und Limonade deutlich verteuern.
Zum Business-Lunch ging es anschließend nach Kißlegg in das Hotel-Gasthof Ochsen. Zwei Bürgermeisterinnen und elf Bürgermeister aus dem Landkreis Ravensburg waren meiner Einladung gefolgt und nutzten die Gelegenheit, verschiedene Fragestellungen mit mir zu diskutieren. Dabei ging es um die Vergaberechtsreform, die Wiederherstellungsverordnung, Entbürokratisierung und das LEADER-Förderprogramm, das Teil der sogenannten Zweiten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ist. Diese Zweite Säule könnte im EU-Haushalt 2028-2034 wegfallen. Ich kämpfe für ihren Erhalt, denn Mittelkürzungen würden auch in unserer Region zu großen Auswirkungen führen. Zum Abschluss lobte Bürgermeister Dieter Krattenmacher meinen Einsatz für die Region: „Man merkt, dass es dir um die Menschen geht.“
Den Abschluss an diesem Tag machte ein Besuch bei der Firma Waldner Holding SE & Co. KG in Wangen im Allgäu. Waldner stellt Verpackungsanlagen her und bietet Laborraumlösungen, Prozesse und Automationslösungen sowie Schuleinrichtungen an. Begonnen hat alles 1908 mit Hermann Waldner. Seine Flaschnerei legte den Grundstein für das heutige Unternehmen. Mit 13 Tochtergesellschaften ist Waldner international aufgestellt und beschäftigt 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit. Auszubildende und Studenten werden in 14 Fachrichtungen ausgebildet. Waldner investiert in den Standort Wangen und ist dort zugleich der größte Arbeitgeber. Nach einem Gespräch mit Jochen Früh (CEO), Markus Bieg (CTO) und Marketingleiter Bastian Link blieb noch Zeit für einen Rundgang durch die Produktion. Begleitet wurde ich zu diesem Termin von Mathias Bernhard, Fraktionsvorsitzender der CDU im Gemeinderat der Großen Kreisstadt Wangen, Gemeinderätin Rosi Geyer-Fäßler und Gemeinderat Paul Müller.
Mein Sommertourtag im Kreis Ravensburg war eindrucksvoll und abwechslungsreich zugleich. Ich bedanke mich für die vielen guten Gespräche und Rückmeldungen, die ich nach Brüssel mitnehmen werde.
Bild: Rundgang bei Krumbach: Alexander Diehm, Betriebsleiter der Krumbach Mineralbrunnen GmbH, Nicole Müller, Leiterin Technik und Nachhaltigkeit des Verbands Deutscher Mineralbrunnen e.V., Jürgen Reichle, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Mineralbrunnen e.V., der Europaabgeordnete Norbert Lins, Andreas Gaupp, Inhaber und Geschäftsführer der Krumbach Mineralbrunnen GmbH, sowie Bürgermeister Dieter Krattenmacher (v.l.n.r.). © Bettina Scriba.
Bild: Zu Gast bei der Waldner Holding SE & Co. KG in Wangen im Allgäu: Die Wangener Gemeinderäte Paul Müller, Rosi Geyer-Fäßler, Mathias Bernhard (Fraktionsvorsitzender), Markus Bieg (CTO), der Europaabgeordnete Norbert Lins und Jochen Früh (CEO). © Bettina Scriba.