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Statement Liese/Lins (CDU) zu neuen genomischen Techniken / EP-Annahme
Das Europäische Parlament hat heute die Verordnung zu neuen genomischen Techniken angenommen. Dazu erklären Peter Liese (CDU), umweltpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion und Norbert Lins (CDU), stellvertretender Vorsitzender des Agrarausschusses:
„Neue Züchtungsmethoden sind eine große Chance für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Landwirtschaft. Sie können dazu beitragen, Pflanzen schneller widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Krankheiten oder Schädlinge zu machen. Europa darf bei dieser Zukunftstechnologie nicht weiter zurückfallen. Mit der heutigen Entscheidung schaffen wir einen ausgewogenen und praxistauglichen Rechtsrahmen. NGT-1 Veränderungen können auch natürlich oder durch konventionelle Züchtung entstehen und die Eingriffe bleiben präzise und begrenzt. Es ist deshalb richtig, dass sie nicht pauschal wie klassische Gentechnik behandelt werden. Gleichzeitig bleiben die Risiken unter Kontrolle: Der Bioanbau bleibt ausgenommen, Saatgut wird gekennzeichnet und für weitergehende Anwendungen gelten weiterhin strenge Regeln. Klar ist aber auch: Innovation darf nicht zu neuen Abhängigkeiten führen. Kleine und mittelständische Züchter müssen wirksam geschützt werden und auch künftig eigenständig arbeiten können. Dafür brauchen wir starke Züchterausnahmen, mehr öffentliche Aufsicht und einen verlässlichen Zugang für kleine Unternehmen. Die nachgelagerte Rechtssetzung der Kommission werden wir genau an diesen Punkten messen. Das Thema Patente bleibt ebenfalls weiter auf der Tagesordnung.“
Für weitere Informationen:
Dr. Peter Liese MdEP: +33 3881 75981
Norbert Lins MdEP: +33 3881 75819